„Gesundheit ist ein Zustand völligen psychischen, physischen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur das Freisein von Krankheit und Gebrechen.“

Definition der Weltgesundheitsorganisation WHO

 
 

Was ist Was?

1Krankengymnastik
Definition:
Die Krankengymnastik (KG) dient dem Zwecke der Verbesserung von Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination, sowie die Linderung von Schmerz durch eine Vielzahl einzelner therapeutischer Maßnahmen.

Anwendungsgebiete:
Krankengymnastik wird ausgeübt bei Schmerzen, Funktionseinschränkungen oder auch zur Verletzungsprävention durch Übungen, die passiv, assistiv, aktiv oder aktiv gegen Widerstand ausgeführt werden.

Ziele:
Wiederherstellung, Verbesserung oder er- halten von Bewegungs- und Funktionsfähigkeiten des menschlichen Körper.
2Manuelle Therapie
Definition:
Mit der manuellen Therapie (MT) werden Funktionsstörungen und Schmerzen am Bewegungsapparat, d.h. an den Gelenken (einschließlich u.a. Kapseln, Bändern, Band- scheiben), Muskeln und Nerven behandelt.

Anwendungsgebiete:
Die MT zielt darauf ab Funktionsstörungen des Bewegungsapparates zu finden und zu behandeln, wie z.B. Schmerz, Hyper- oder Hypomobilität (zu viel / zu wenig Beweglichkeit), Sehnen-, Muskel-, Nerven- oder Gelenkprobleme.

Ziele:
Durch die manuelle Therapie ist es uns möglich Gelenke, Nerven und Weichteile zu mobilisieren, sie besser mit Nährstoffen zu versorgen und dadurch Funktionseinschränkungen zu verbessern, sowie Schmerzen zu lindern.
3Manuelle Lymphdrainage
Definition:
Die manuelle Lymphdrainage (MLD) dient der Ödem- und Entstauungstherapie angeschwollener Körperregionen.

Verwendungszweck:
Durch die manuelle Lymphdrainage ist es uns möglich den Lymphfluss anzuregen, von Körperregionen oder Gliedmaßen die nach Verletzungen, eine OP oder anderen Ursachen, eine Schwellung aufweisen.

Ziele:
Durch verschiedene Lymphgriffe soll das Lymphsystem anregt werden und dadurch Flüssigkeit aus dem Gewebe zurück transportiert werden.
4Gerätegestützte Krankengymnastik
Definition:
Bei der Krankengymnastik am Gerät, kurz KGG, trainieren Sie mit Unterstützung eines Physiotherapeuten an speziellen Geräten.

Anwendungsgebiete:
Durch die Krankengymnastik an Geräten ist es uns möglich zielorientiert Muskelkraft aufzubauen, die Ausdauer von Muskulatur und Herz-Kreislaufsystem, sowie die Koordination und Bewegungskontrolle des Patienten zu verbessern.

Ziele:
Durch gezieltes Anleiten vom Therapeuten werden entsprechend Ihrer Bedürfnisse nicht nur Muskelgruppen gekräftigt, Sie erhalten auch wie- der mehr Lebensqualität, sind fitter im Alltag und der Spaß beim Trainieren am Gerät wird neu entdeckt.
5Bobath-Therapie
Definition:
Behandlungen nach dem Bobath-Konzept legen die nachgewiesene Plastizität des Gehirns zugrunde. Das bedeutet, dass das Gehirn das ganze Leben lang veränderbar ist und somit gesunde Bereiche durch Lernprozesse (neuronale Vernetzung) die Aufgaben geschädigter Gehirnregionen übernehmen können. Durch konsequentes Training und Stimulation kann dieses Neuerlernen gezielt gebahnt werden.

Anwendungsgebiete:
Die Behandlung wird bei Menschen mit einer Schädigung des Nervensystems angewandt, wie z.B. nach einem Schlaganfall, nach Schädelhirntrauma oder Hirnblutung, bei Multipler Sklerose, Morbus Parkinson und bei anderen neurologischen und neuromuskulären Erkrankungen.

Ziele:
Die Hauptziele sind die Regulation von Muskelspannungen, Vermeidung von Schmerzen und die Steigerung der Körperwahrnehmung zur Verbesserung des Wohlbefindens des Patienten, sowie die Anbahnung von physiologischen Bewegungsabläufen.
6PNF
Definition:
Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation (PNF) ist eine dreidimensionale physiotherapeutische Behandlungsmethode zur Behandlung von Funktionsstörungen, zum Beüben von Bewegungsmustern und zur Kräftigung im ganzen Körper.

Anwendungsgebiete:
Das PNF Konzept entstand zunächst zur Behandlung von Patienten mit neurologischen Krankheitsbildern. Das Konzept findet inzwischen aber in allen medizinischen Fachgebieten Anwendung.

Ziele:
Verbesserung des Körpergefühls und der Kraft durch das Trainieren von 3 dimensionalen Bewegungsmustern in verschiedenen Ausgangsstellungen. Dies wird zunächst passiv dann assistiv dann aktiv und zum Schluss resistiv durchgeführt.
 

Was ist Was?

1Wärmetherapie
Definition:
Unter Wärmetherapie versteht man alle Therapieverfahren bei der Wärme auf den Körper lokal appliziert wird. Hierzu gehört zum Beispiel: Fango, Rotlicht, Heißluft, Wärmekissen, wärmende Salben, Naturmoor.

Anwendungsgebiete:
Wärmetherapie findet bei Rückenschmerzen, peripheren Gelenkproblematiken und in der Sportmedizin Anwendung .

Ziele:
Der Wärme werden in der Medizin vor allem folgende Wirkungen zugesprochen: Muskelentspannung, Verbesserung der Durchblutung, Verminderung der Viskosität der Gelenkflüssigkeit, Verbesserung der Dehnbarkeit des kollagenen Bindegewebes und Schmerzlinderung.
2Elektrotherapie
Definition:
Elektrotherapie oder Elektromedizin ist die Bezeichnung für therapeutische Anwendungen von elektrischem Strom in der Medizin und in der Physiotherapie. Für einige der Verfahren werden synonym auch die Begriffe Reizstromtherapie oder Feinstromtherapie benutzt.

Anwendungsgebiete:
Die Elektrotherapie wird hauptsächlich in der Schmerztherapie angewendet aber auch zur Verbesserung oder Wiederherstellung von Muskelaktivität.

Ziele:
Elektrotherapie hat das Ziel je nach Stromart entweder durch Denervierung eine Schmerzlinderung zu erreichen oder durch anlegen bestimmter Frequenzen eine Muskelkontraktion zu erreichen oder zu verstärken.
3Flossing
Definition:
Flossing ist ein Therapeutische Behandlungsmethode bei der mit Hilfe eines Flossingbandes äußerlich Kompression auf die zu behandelnde Struktur gegeben wird und durch passiv assistives oder aktives Bewegen eine Schmerzlinderung und eine Verbesserung der Beweglichkeit erzielt wird.

Anwendungsgebiete:
Flossing wird im präventiven, rehabilitativen (z.B. Schmerz, Bewegungseinschränkung) sowie im regenerativen Kontext angewandt.

Ziele:
Ziel einer Flossingbehandlung ist in erster Linie eine Bewegungserweiterung und Schmerzlinderung. Das wird erreicht, indem die Mobilität der Gelenke, Muskeln, Haut, Faszien und des Gewebes trainiert wird. Ferner wird durch den Druck eine Ödemminderung erreicht, sowie im Anschluss eine Mehrdurchblutung, die den Austausch der Gewebsflüssigkeit positiv beeinflusst.
4Taping
Definition:
Ein Tapeverband wird ahuptsächlich zur Prävetion oder zur Unterstützung der Behandlung von Verletzungen eingesetzt.

Anwendungsgebiete:
Die Anwendungsgebiete und Anwednungsformen sind sehr vielseitig, dabei werden u.a. immobilisierende, feste Tapes und Kniesiotapeanlagen unterschieden. Wirkungsvolle Tapeverbände können an allen Gelenken der Extremitäten angelegt werden, während Kinesiotapes zudem auch am Rücken appliziert werden können.

Ziele:
Die Wirkung beruht je nach Anlageform darauf, dass die auf der Haut haftenden Tapes die auftretenden Kräfte auf die Haut übertragen und so beispielsweise den Kapsel-Band-Apparat eines Gelenkes stützen und die Wahrnehmung von Körperbewegung verbessern. Zudem können sie einer Anschwellung des Gewebes entgegenwirken, Schmerzen lindern oder verletzte Gelenke oder Knochen an unverletzten fixieren.